Planlos durch den Sommer – Teil 2: Vallauris

Wer Teil 1 verpasst hat, hier entlang und wer mich dafür hauen möchte, dass ich beim Bloggen so inkonsequent bin – tja, Pech gehabt 😀

Wie dem auch sei, haben wir uns (das ist tatsächlich schon anderthalb Wochen her, verdammt…) am Montag Mittag dann auf den Weg Richtung Frankreich gemacht. Entgegen ursprünglicher Planungen haben wir auf die Fahrten durch die kleinen Orte verzichtet und nicht „der Weg ist das Ziel“ gewählt, sondern die *Sarkasmus Anfang* verdammt spannenden *Sarkasmus Ende* italienischen Autobahnen. Und wer jetzt entgegenbringt, Autobahnen sind an sich total langweilig – mag sein, aber die italienischen schaffen es noch, diese Langeweile zu überbieten. Das fiese daran ist aber auch noch, dass man für diese Langeweile bezahlen muss, und zwar ordentlich: Für unsere Fahrt bis nach Ventimiglia waren das stolze 36,20 Euro. Zudem (wir hatten seit der Abfahrt nahe Passau nicht getankt) glaubte meine Begleitung nicht, dass wir mit dem restlichen Sprit bis an die französische Grenze kommen, sodass wir kurz davor noch mal getankt haben – für stolze 1,742 Euro pro Liter – Diesel wohl gemerkt! Das war sicherlich die teuerste Tankfüllung meines Lebens und ich bin mir auch weiterhin sicher, dass wir es auch so geschafft hätten, zumindest nach Frankreich zu kommen, wo der Liter Diesel an der Autobahn bei etwa 1,20 Euro lag…

Nach einer kleinen Irrfahrt durch Vallauris, weil da ein komischer Kreisverkehr mit zu vielen Abfahrten war und gewisse Dame eher aufs Navi wie auf mich hörte, kamen wir bei unseren Hosts an, deren Unterkunft genauso toll war wie die Hosts lieb 😀 Die Unterkunft war für uns an sich ein kleiner Schlafraum, wobei die beiden in einem offenen Häuslein in so einer privaten Gemeinschaft (weiß nicht wie es heißt, da waren halt viele kleine Häuser, die optisch eher nach Urlaubshäusern ausschauten, wie als das man da das ganze Jahr über wohnte) hausten und wir uns wie zu Hause fühlen sollten. Es war nicht groß, aber sehr nützlich und vor allem klimatisiert! Zudem gab es eine kleine Terrasse und gemeinsam für alle einen Pool, der nach 20 Uhr etwa komplett leer und ziemlich nett war und unsere Hosts hatten uns an dem Abend unserer Ankunft nach Antibes in den Supermarkt gefahren, damit wir dort was einkaufen konnten.
Wir hatten den Montag Abend dann auf der Terrasse mit einer Flasche Bordeaux abgeschlossen…

Am Dienstag Abend (den Dienstag hatten wir allgemein eher entspannter verbracht) sind wir mit denen (ich glaube) nach Antibes gefahren, wo wir am Strand schwimmen waren und nochmal bei dem Supermarkt.
An diesem Abend durften wir außerdem mit denen zusammen essen – und es gab selbst gemachte Pommes und eine große Frikadelle mit Spiegelei drauf. Da kamen wir auch etwas unter uns ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass er Informatik studiert hatte und beide im Moment ein für Frankreich orientiertes Touristenportal programmieren und ins Leben rufen 😀 Nach dem die beiden (eher weniger Weintrinker) zu Bett gegangen waren und wir uns beim Supermarkt eine Flasche Bordeaux (eine andere) und eine Burgunder mitgenommen hatten, war letzte der Ausklang des Abends, der dann doch bis zwei Uhr morgens ging, wobei ich eigentlich früher ins Bett wollte…

…und zwar, weil ich am Mittwoch vor hatte, nach Monaco zu fahren und den Abend noch etwas geplant hatte was ich sehen will und wo das ist, etc. Meine Reisebegleitung hatte am Dienstag Gefallen an dem entspannten Urlaub gefunden und wollte deshalb nicht mitkommen.
Wer hier jetzt Monaco erwartet, den muss ich leider auf Teil 3 vertrösten, das sprengt hier einfach den Rahmen und hat eh einen eigenen Eintrag verdient…
Der Abend endete auf jeden Fall mit zwei „Horror“filmen (fragt nicht nach den Namen), wobei letzterer von der Handlung mir schien wie eine (zu Spielfilmlänge aufgeblähte) Folge Doctor Who, weil ich die Story von dort ziemlich ähnlich kannte.

Von Mittwoch auf Donnerstag hatten uns unsere Hosts in deren Unterkunft alleine gelassen, weil sie nach Marseille mussten (Hut ab, sowas würde ich glaub ich nie bei Menschen machen, die ich seit zwei Tagen kenne…). Am Donnerstag hatten wir dann wieder vor zusammen was zu unternehmen (also meine Reisebegleitung und ich, das mit den Hosts hatte ich grad nur erwähnt, weil es chronologisch hier reingehört und mir grad eingefallen ist ^^) und wollten etwas durch die Innenstadt von Vallauris schlendern. Gelandet sind wir nach 3-4 Kilometern am Strand in Juan-les-Pins, dem Nachbarort, wo wir etwas shoppen waren (gehört halt dazu wenn man in einen Urlaub mit einer Frau fährt 😀 ) und Souvenirs gekauft haben etc. Auf dem Rückweg hatten wir beschlossen, in Vallauris was essen zu gehen bevor wir hoch zur Unterkunft gehen (hoch topologisch gesehen, etwa halbe Stunde den Berg hoch), uns Badesachen holen und noch mal am Abend den Strand genießen.

Es kam … dann doch ganz anders xD Also Essen waren wir schon, aber schmeckte der Rosé bei dem Lokal (dessen Kellner, der uns bedient hatte, vorgestern übrigens ein Interview im RTL Nachtjournal gegeben hatte 😀 ) im Vergleich zu dem Bordeaux und Burgunder so viel besser, dass wir letztendlich den restlichen Abend da in Lokalnähe/an dieser und jener Bar verbracht hatten. Die Tat des Tages war, als irgendwann gegen halb drei (morgens) ein Franzose mit Motorrad die Straße entlang rollte und wir es ihm durch Anschieben wieder zum Fahren gebracht haben 😀 Last but not least hatten uns unsere Hosts freundlicherweise (da nochmal tausend Dank an Arnaud und seine Freundin ^^) gegen 4 aufgesammelt und ins Bett gebracht, die Details lasse ich hier mal aus…

Das stellte sich am Ende als leicht problematisch heraus, weil wir am Freitag (dem Tag darauf, bzw. zu dem Zeitpunkt war das schon der gleiche Tag ^^) die Unterkunft verlassen mussten und uns auf den Heimweg machen wollten. Letztendlich haben wir das auch gemacht, wobei sie ihren Führerschein nicht mehr hatte (das wäre jetzt ein Teil der oben ausgelassenen Details), sodass ich die ganze Strecke gefahren bin, immerhin 1.000 Kilometer durch vier Länder (Gott fahren die Franzosen schlimm…). Und ich glaube bis auf die Tatsache, dass ich in diesem Zustand überhaupt losgefahren bin (wobei ich wusste schon was ich tue, hätten halt nur was mehr Stunden Schlaf sein können ^^), wäre mein Fahrlehrer echt stolz auf mich gewesen.

Ich muss an dieser Stelle übrigens mal ein Lob an den Euro Truck Simulator 2 einwerfen. Zwar ist das Spiel, was die Landschaft angeht nicht immer ganz realistisch, doch konnte ich mich in Italien und Frankreich, was deren Mautsysteme (Ticket oder direkt) angeht, viel einfacher zurecht finden, weil ich das aus dem Spiel kannte 😀

Nach Abfahrt gegen 10 Uhr, einem Tankstopp vor der Autobahn (wir hatten seit den 1,742 Euro nicht mehr getankt, hatten das Auto in Vallauris aber auch nicht bewegt) und drei Pausen waren wir gegen 21:30 in der Nähe von Passau am Ziel. Ursprünglich wollten wir bei der lieben @kiwikeks in Innsbruck nächtigen, doch kamen da ein paar Dinge dazwischen.
Ich hatte mich derweil an die 116 PS des Audi echt gewöhnt und diese am Dienstag, wo ich wieder mit meinem 45 PS unterwegs war wirklich ganz tief vermisst 😀

Eine Nacht später (ich bring das noch kurz zu Ende) ging es am nächsten (Samstag) Morgen dann nach Passau und von dort mit dem Fernbus wieder nach Köln. Gleicher Bus, gleicher Busfahrer, die Bus- und Bahnanbindungen waren in Köln und Bonn so perfekt, dass jedes Mal, als ich auf den Bahnsteig stieg oder mich der Haltestelle näherte, direkt der Zug/Bus kam 😀

Damit endete dann auch das erste Abenteuer dieses Sommers und ich würde mir ganz ehrlich mindestens noch ein zweites wünschen 🙂 (und demnächst gibt es dann noch den Blogeintrag zu Monaco, jaja ^^)

Dieses Schild war am Rastplatz kurz nach der franz. Grenze und ich fand es irgendwie lustig :D *sucht Niveau*
Das erste Mal Meer- und Strandblick in Vallauris.
Der Strand von Vallauris, im Hintergrund Juan-les-Pins.
Vallauris und das Mittelmeer *-*
Der teuerste Spritpreis, für den ich je getankt habe.
Auf dem Rückweg aus Österreich musste ich natürlich noch eine Flasche dieses köstlichen Getränks mitnehmen :D

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